Meine erste Buchidee: Mythologische Phantasterey
In meinem ersten Artikel zum Thema Schreiben möchte ich erzählen, welche Buchidee ich umsetzen möchte. Die Idee treibt sich seit zehn Jahren in meinem Kopf herum. Angefangen hat das alles mit einem Traum über Tempel im Ozean, zu denen es einen zieht, wenn die Mondgöttin einen ruft.
Inzwischen, mit mehr als 800 gelesenen Büchern, kann ich mich nicht mehr damit herausreden, dass ich erst einmal genug lesen muss, um selbst zu schreiben. Also habe ich die Ärmel hochgekrempelt und mir das Ziel gesetzt, dieses Buch 2026 fertigzustellen.
Die Prämisse

Was wäre, wenn die Welt überflutet wäre? Also nicht nur ein bisschen, sondern so stark, dass nur noch einzelne kleine Inseln übrig sind. Das ist die Prämisse meines Buches. Seit der großen Flut leben die Menschen auf dem Wasser und nutzen die Inseln so gut es geht zur Nahrungsbeschaffung und existenziellen Versorgung. Viele Landtiere sind ausgestorben, und auch die Zahl der Menschen hat sich auf ein paar Hundert verringert.
Die Knappheit sorgt dafür, dass alles möglichst gerecht geteilt wird und man sorgsam mit der Natur umgeht. Das Buch beginnt als vermeintliche Utopie, in der es keinen Egoismus und keine Machtgier gibt – aber das wäre ja langweilig, wenn das Paradies kein Ende hätte. Das Aussterben droht.
Welche Art Fantasy ist das?
An dieser Stelle kommt das Fantastische zum Tragen: Die Meeresgöttin hat überhandgenommen, und dadurch sind die Gött*innen des Landes, der Flora und der Landlebewesen stark geschwächt. Deren Energie ist abgeschnitten, wodurch Pflanzen und Tiere auszusterben drohen, da ihre Lebensenergie und die Fähigkeit zur Fortpflanzung zu versiegen drohen.
Die Götter mischen sich eigentlich nicht in das Leben auf der Erde ein, aber die Mondgöttin verleiht ausgewählten Menschen, die sich als besonders tüchtig erwährt haben, die Fähigkeit, Magie zu wirken. Allerdings hat das auch seine Kosten und Grenzen.
Intrusive Fantasy
Die Protagonistin weiß von alledem noch nichts. Nachdem sie sich in einer Prüfung bewährt hat, die ihre Wunden aus der Vergangenheit wieder aufreißt, erfährt sie von diesem Weltgeschehen und erlebt selbst, was die Mythen über die Götter wirklich bedeuten.
Was ist das Besondere?
An meiner Buchidee sind wohl vielmehr die Umstände das Besondere. Meine Protagonistin durchläuft eine klassische Heldenreise, die in einer wild kombinierten Welt stattfindet, die sich aus meiner Bildung und meinen Interessen ergeben hat.
Wild kombinierte Kulturen

Zum einen liebe ich die griechische Antike und deren Pantheon – so sehr, dass ich sogar ein Fangirl von Homer, Euripides und Apollonios von Rhodos bin. Deshalb habe ich mir eine eigene Hierarchie der Götter überlegt. Allerdings wurden die Namen „griechifiziert“. Da ich mit Ungarisch als Muttersprache aufgewachsen bin (Deutsch ist meine Vatersprache), habe ich Ungarisch als eine Art Ursprache der göttlichen Namen verwendet. Ein Beispiel soll diese Kombination verdeutlichen: Meine Protagonistin heißt Remenike. Ursprünglich wollte ich sie Reményke nennen, was der Diminutiv von „Hoffnung“ auf Ungarisch ist. Da ich ihr aber einen noch stärkeren Namen geben wollte, habe ich die Göttin des Sieges, Nike, dazukombiniert, was auch die Melodie des Namens verbessert.
Meine Recherchen

Damit hört der Kultur-Cocktail noch nicht auf. In meinen Recherchen über Bootsfahrten auf dem Meer und das Leben auf dem Wasser bin ich auf ozeanische Kulturen gestoßen. Die hawaiianische hat es mir besonders angetan, da ich schon einige Jahre Hula getanzt habe. Die Bootsbauer dieser Kultur sind genial, da sie hochseetaugliche Boote mit einfachen Mitteln gebaut haben.

Außerdem habe ich mich von der Natur und dem Klima auf Hawaiʻi inspirieren lassen. Vor allem deren Naturverbundenheit hat mich beeindruckt, und ich hoffe, dass man meinem Kulturcocktail die Achtung und meinen Respekt anmerkt, da ich Vertrautes mit etwas Neuem und Fremdem kombiniert habe.
Wie es weitergeht …
Die Phase des Plottens habe ich im Groben schon abgeschlossen. Es ist sehr aufregend, denn jetzt geht es mit dem eigentlichen Schreiben los. Natürlich habe ich nicht alles auf diesem Blog zu meinem Buch erzählt – es soll schließlich spannend bleiben.
Warum gab es die große Flut, und was hat die Meeresgöttin damit zu tun? Wie können die Menschen sich vor dem drohenden Untergang retten, und können sie am Schluss unabhängig von den Gött*Innen werden? Und wieso ist Hanf einer der wichtigsten Rohstoffe in meinem Buch?
Haben die geneigten Leser*Innen meines Blogs Lust auf mehr bekommen und möchten mein Buch lesen? Ich würde mich sehr über Kommentare freuen.



